Folge 29: Wohngemeinschaften

Shownotes

In dieser Folge tauchen wir mit Martin Englert tief in die Welt der Wohngemeinschaften ein. Wir sprechen über die Vielfalt moderner WGs – von Studierenden bis zu Senioren – und beleuchten, warum dieses Wohnmodell immer beliebter wird. Neben den wichtigsten Motiven wie Kostenersparnis und sozialem Miteinander erfährst du, welche rechtlichen und praktischen Fallstricke auf Mieter und Vermieter warten. Wir diskutieren verschiedene Mietvertragsmodelle, räumen mit Mythen auf und geben praxisnahe Tipps für das WG-Casting und den Alltag in geteilten vier Wänden. Hör rein, wenn du wissen willst, was eine WG wirklich ausmacht – und wie du das Beste aus dieser Wohnform herausholst.

Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) § 540

https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__540.html

Wohngemeinschaft (WG)

https://de.wikipedia.org/wiki/Wohngemeinschaft

Studierendenwohnheim

https://www.studentenwerke.de/de/content/studentenwohnheime

Mehrgenerationenhaus / Mehrgenerationen-WG

https://www.mehrgenerationenhaus.de/

Hausordnung

https://de.wikipedia.org/wiki/Hausordnung

LBS Immobilien

www.lbs-immobilien-profis.de

Transkript anzeigen

00:00:03: Der LBS Immobilien

00:00:04: Podcast mit Martin Englert.

00:00:07: Herzlich willkommen zum neuen LBS Immobilien Podcast.

00:00:10: Mein Name ist Christian Schröder und heute geht es um das Thema Wohngemeinschaften.

00:00:17: Auf jeden Fall, die Studierenden werden sofort die Ohren spitzen, denke ich.

00:00:20: Aber es gibt auch alle ganze Menge andere Formen von Wohngemeinschaften.

00:00:26: Was Mieter und Vermieter bei diesem Thema wissen sollten, darüber sprechen wir mit Martin Englert, unserem LWS Immobilien-Experten.

00:00:33: Hallo Martin.

00:00:35: Hallo Christian.

00:00:37: Wohngemeinschaft.

00:00:37: Kennen wir alle aus unserem Vorleben, denke ich.

00:00:40: Manche bleiben auch ewig drin wohnen.

00:00:43: Studierende Azubis zunehmende auch ältere Menschen beschäftigen sich mit einer WG.

00:00:48: Wohnen da drin fühlen sich wohl oder auch nicht.

00:00:52: Da gibt es mit Sicherheit einiges zu beachten.

00:00:54: Als erstes würde ich gerne von dir wissen, wie definiert man denn überhaupt Wohngemeinschaft?

00:01:00: Ja, also es gibt tatsächlich unterschiedliche Formen von Wohngemeinschaften.

00:01:05: Das hattest du schon genannt und die wichtigste und bekannteste ist die Studierenden.

00:01:13: Wohngemeinschaft.

00:01:14: Er zunehmend an Relevanz gewinnt eine Senioren-WG oder Pflege-Wohngemeinschaft oder auch Zweck-Wohngemeinschaft, wobei Zwecke ganz, ganz, ganz viele geben.

00:01:26: Ein Merkmal, ein zentrales Merkmal ist es eine Wohnung, aber es sind getrennte Haushalte.

00:01:32: Weil ansonsten wohnen in aller Regel ja in den Immobilien im Schnitt zwei Personen.

00:01:38: Das ist aber keine Wohngemeinschaft, wenn ich mit meiner Partnerin In einer Wohnungwohnung ist es keine Wohngemeinschaft.

00:01:45: Wenn ich aber mit einem anderen Arbeitnehmer mehr eine Wohnung teile und wir alles komplett trennen, inklusive Abrechnungen und mit entsprechenden vertraglichen Regelungen, dann ist es eine Wohngemeinschaft.

00:01:58: Wobei die ganz harte Trennung und die ganz harte statistische Erfassung gibt es nicht, aber das sind so die... Hauptmerkmale, die man da berücksichtigen

00:02:10: muss.

00:02:11: Mancher weiß wahrscheinlich manchmal selber gar nicht, ob er gerade in einer WG lebt oder nicht, wenn du jetzt von den zwei Haushalten sprichst.

00:02:18: Also statistisch ist das wahrscheinlich ganz schwer zu erfassen, wie viel WG es mag, es in Deutschland geben, weiß man das?

00:02:24: Also da haben wir natürlich im Vorwege auch gesucht, und man weiß es nicht.

00:02:29: Also man weiß es nicht, sondern man versucht sich dem Ganzen zu nähern.

00:02:33: Wir haben insgesamt einunvierzig Millionen Haushalte.

00:02:37: Interessant.

00:02:39: Wir haben ja zweiundachtzig Millionen, so zweiundachtzig, dreiundachtzig Millionen Einwohnern in Deutschland.

00:02:43: Also daher auch diese Zahl.

00:02:44: zwei Personen leben mittlerweile nur noch in einem Haushalt.

00:02:49: Es ist also schon sehr, sehr wenig geworden in den letzten Jahren und Jahrzehnten vor allen Dingen.

00:02:56: Tatsächlich, ich habe so, ich schäule mich so ein bisschen da jetzt eine Zahl rauszugeben, weil die ist definitiv falsch.

00:03:02: Aber Eine Obergrenze könnte so eine Million Wohngemeinschaften sein.

00:03:06: Das war so das, was ich gesucht habe, wobei der wichtigste Faktor sind tatsächlich die Studierenden WGs.

00:03:15: Das ist der größte Anteil.

00:03:17: Und da habe ich aber auch Zahlen gesehen, die deutlich drunter liegen.

00:03:20: Also fünfhunderttausend bis eine Million möglicherweise mit einer ganz, ganz hohen Dunkelziffer bis hin zu denen, wo man noch nicht weiß, dass es jetzt eigentlich in den WG geworden ist.

00:03:32: Okay,

00:03:34: aber wir können festhalten, zumindest ist es eine nennenswerte Zahl.

00:03:38: Das wichtigste Argument fällt uns sofort selber ein, wenn wir fragen, warum mache ich eine WG?

00:03:45: Das wird gerade in den Großstädten, in den Uni-Städten eine Kostenfrage sein.

00:03:49: Was sind sonst die Motive?

00:03:50: Lass uns gerne nochmal auf der Kostenseite bleiben, weil das ist schon so zentral dieses Thema.

00:03:56: Und die Universitätsstädte berichten ja alle davon.

00:04:01: extreme Wohnraumknappheit.

00:04:03: Dann sind gerade die, die sich der studentischen Ausbildung widmen, da besonders betroffen und finden vielleicht in den Studierenden und Studenten Wohnheim keinen Platz.

00:04:16: Und dann haben sie die einzige Option, sich eben mit mehreren eine Wohnung zu teilen, um überhaupt einigermaßen bezahlbaren Wohnraum zu finden.

00:04:23: Das ist schon ganz zentral.

00:04:28: Ganz viele von unseren Hörern werden ihm auch Menschen kennen, die direkt das jetzt gerade auch erleben oder umsetzen.

00:04:37: Oder vielleicht ist selber so gemacht worden.

00:04:41: Genau.

00:04:42: Aber da gibt es noch mehr und auch sehr positive Aspekte.

00:04:46: Das eine ist jetzt ja, okay, Vermeidung von zu hohen Kosten.

00:04:50: Klingt erst mal ja nicht sonderlich sexy.

00:04:53: Schnell Kontakt in neuer Umgebung ist auch so ein Thema.

00:04:55: Man ist nicht allein.

00:04:57: Also gerade in studentischen Wohnungen kennt man das, dass ja regelrechte Castings dann auch durchgeführt werden, dass die passenden WG-Mitglieder gesucht werden.

00:05:09: Und das ist auch wichtig, dass man sich natürlich versteht.

00:05:12: Man teilt ja in aller Regel die Küche und das Badezimmer miteinander.

00:05:17: Da muss man schon ähnliche Standards haben, dass das auf Dauer gut gehen sollte.

00:05:22: Also wenn ich sage Standards meine ich jetzt Reinigungs ... Standards, wo man dem sagt, wie kann man sich darauf verständigen?

00:05:29: Wie kommt man da miteinander um?

00:05:31: Man hat, und das ist ein zunehmender Aspekt, gerade bei den Joren-WGs, natürlich auch den Aspekt der gegenseitigen Unterstützung.

00:05:40: Auf Pflege-WGs kann es geben, auch diese Mehrarteien-WGs, also Mehrgeneration-WGs, auch die Mehrgeneration-WGs sind natürlich da ein Thema.

00:05:53: Da kommt sehr, sehr stark diese Unterstützung.

00:05:55: Und dann gibt es auch diese Überlegung, dass man eben die Gegenstände, also Küche, Möbel, Badezimmer, was auch immer gemeinsam nutzt, auch das aus den Sharinggedanken herauskommt.

00:06:11: Auch das ist so ein Motiv für eine WG, wobei das Wichtigste ist, immer der wichtigste Treiber ist sicherlich.

00:06:21: der finanzielle.

00:06:22: Das

00:06:23: monetäre, aber sicherlich auch durchaus das soziale.

00:06:27: Jetzt gibt es sicherlich auch Haken und Nachteile.

00:06:30: Du hast schon genannt, man muss schon großes Vertrauen zueinander haben, dass man natürlich schon seine persönlichen Dinge, wie auch seine Intimphäre sozusagen, ja teilt.

00:06:40: Wie ist das sozusagen?

00:06:42: Was sind die Nachteile ansonsten einer WG?

00:06:45: Ja, also das ist natürlich, man muss... sich dem öffnen, dass man eben nicht alleine lebt, sondern wesentliche Sozialräume miteinander teilt und man sollte auch einigermaßen persönlich miteinander zurechtkommen.

00:06:58: Das erleichtert es ungemein.

00:06:59: Ansonsten muss man eben sehr klare Regeln auch finden, wie man, sag ich mal, die Sozialräume nutzt, zu welchen Zeiten oder mit welchen Abläufen.

00:07:08: Also das ist schon, glaube ich, dieser soziale, emotionale Aspekt.

00:07:13: Es ist ganz wesentlich, aber... Gerade vom Hintergrund, wenn man sich eben überlegt, mit dem möchte ich gerne zusammen wohnen, Frauen eher mit Frauen oder eben gemischt, das sind so Überlegungen und da gibt es keinem richtig oder falsch, es muss für einen selbst eben passen und natürlich auch für die sonstigen WG Bewohnerinnen und Bewohner.

00:07:32: Wenn ich jetzt mal auf das Formale achte, dann haben wir ja immer Mietverträge in aller Regel, Mietverträge.

00:07:40: So ein WG-Vertrag ist komplexer als ein einzelnen Mietvertrag, aber... Das ist alles lösbar und ich glaube, da sollten wir im Folgenden auch noch mal ein bisschen auf eingehen.

00:07:49: Okay, dann machen wir das doch.

00:07:50: Was gibt es denn für verschiedene Modelle beim Mietvertrag?

00:07:54: Also das Modell, was aus Sicht des Vermieters oder der Vermieterin am einfachsten ist, ist das Hauptmieter und der Mietermodell.

00:08:03: Also es gibt eine Hauptmietende Person.

00:08:07: So, eine Person fungiert sozusagen im Vertrag als der Ansprechpartner.

00:08:14: Und alle anderen sind Untermieter und haben einen Vertrag mit dem Hauptmieter oder der Hauptmieterin.

00:08:21: Ganz wichtig, der Hauptmieter haftet gegenüber dem Vermieter für alles.

00:08:27: Das heißt jetzt, wenn ich mal die Perspektive wechsle, wir haben es ja ganz bewusst eben aus vermietenden Sicht und aber eben auch aus WG Bewohner Sicht gestaltet.

00:08:38: Aus Sicht des Vermieters ist es natürlich wichtig zu sagen, okay, ist die Bonität ausreichend.

00:08:47: Das ist wichtig bei dem Hauptmietermodell, weil eben der Hauptmieter haftet.

00:08:56: Der Untermieter hat nur Rechte gegenüber dem Hauptmieter, nicht gegenüber dem Vermieter.

00:09:03: Das heißt, wir klären das untereinander.

00:09:05: Und ganz wichtig, der Hauptmieter darf nicht ohne Zustimmung des Vermieters untervermieten.

00:09:10: Das ist für die, die es nachlesen wollen, ein paar Grafen.

00:09:14: Fünfhundertvierzig im BGB geregelt.

00:09:17: Das heißt, der Vermieter erklärt mit dem Hauptmeter, wie viele Untervermietungen er vornehmen darf.

00:09:24: Weil sonst funktioniert das Modell ja nicht.

00:09:26: Richtig.

00:09:26: Okay.

00:09:28: Das ist ja häufig durch die Wohnung irgendwie auch vorgegeben.

00:09:31: Wie viel sind möglich.

00:09:32: In der Regel bemisst sich das an der Zahl der Schlafräume.

00:09:38: Ja.

00:09:39: Das wäre so die Logik, aber klar, das muss geregelt werden.

00:09:43: Was gibt es dann für weitere Modelle?

00:09:45: Dann gibt es wahrscheinlich auch das Modell, dass alle gleichberechtigt als Mieter auftauchen.

00:09:49: Absolut, auch das gibt es.

00:09:51: Alle sind gleichberechtigte, Hauptmieter und Hauptmieterin.

00:09:56: Jeder haftet gesammtschuldenungisch, das ist wichtig.

00:09:59: Wenn einer nicht zahlt, hängen die anderen drin.

00:10:02: Das heißt, der Vermieter kann dann das Geld von der anderen Person verlangen.

00:10:07: Also auch da ist, das ist weder für den Vermieter interessant, noch für den Haftenden interessant.

00:10:17: Natürlich, dass diese Situation eintritt.

00:10:20: Aber im Zweifelsfall kann es passieren und es muss allen Personen bewusst sein.

00:10:23: Diese gesamtschuldnerische Haftung ist schon bei diesem, alle sind Hauptmieter, ein wesentlicher Aspekt.

00:10:30: Und irgendwann ist vielleicht der Studium beendet oder steht ein Ortswechsel an.

00:10:37: dann ist eine Kündigung nur gemeinsam möglich, dieses Mietvertrag ist.

00:10:42: Und eine Person kann nicht alleine kündigen.

00:10:46: Das ist aber dann sehr unpraktikabel gerade für studentisches Wohnen.

00:10:52: Das ist komplizierter.

00:10:54: Allerdings funktioniert es auch.

00:10:58: Im Zweifelswald ist diese Hauptmieter unter Mieter Konstruktion schon das einfache Modell.

00:11:04: Das muss man ganz klar sagen.

00:11:06: Was noch wichtig ist, auch da neue Mitbewohnerinnen dürfen nur mit Zustimmer des Vermieters aufgenommen werden, die würden ja dann auch in den Mietvertrag mit einsteigen.

00:11:17: Und auch da wäre dann wieder die Frage, den will ich aufnehmen als Vermieter.

00:11:21: Ich habe dann natürlich, aus Sicht des Vermieters oder der Vermieterin habe ich natürlich stärkere Möglichkeiten der Einflussnahme.

00:11:30: Also ich sehe halt jeden Einzelnen.

00:11:34: Und kann eben sagen, nehm ich, nehm ich nicht, ich nehm nur bestimmte Fachrichtungen, ich nehm nur bestimmte, was weiß ich, Personen auf, die mir da eben genehm sind.

00:11:44: Das kann ich bei diesem Hauptmietermodell natürlich stärker machen, als bei dem Modell, Hauptmieter, Untermieter.

00:11:52: Gibt es eine weitere Konstellation?

00:11:54: Ja, dann Einzelmietverträge für Zimmer.

00:11:57: Da ist es dann so, dass jeder Mitbewohner, jede Mitbewohnerin einen eigenen Vertrag für das jeweilige Zimmer hat und mit Dräumung der Gemeinschaftsräume.

00:12:06: Der Vermieter kann dann jeden Vertrag einzeln kündigen oder beenden.

00:12:10: Kein Gesamtrisiko, jeder haftet nur für sich.

00:12:13: Da ist dann natürlich die Frage, naja, die benutzen die Küche gemeinsam und da wird Energie verbraucht und das Bad wird auch gemeinsam benutzt und da fallen auch Nebenkosten an.

00:12:27: Wie läuft die Nebenkostenabrechnung?

00:12:30: Wer zahlt die Kaution?

00:12:31: Welche Kündigungsristen habe ich?

00:12:33: Das kann funktionieren, aber auch da muss man überlegen, wie wird es geregelt?

00:12:37: Und dann sehe ich auch schon so ein paar Diskussionen.

00:12:40: Mensch, der eine duscht immer sehr viel länger und duscht so heiß.

00:12:43: Und aber möglicherweise einigt man sich auf, ich gehe jetzt mal von drei Personen aus in dieser WG, einigt man sich auf eine Drittelung.

00:12:51: Das kann natürlich auch Diskussionen geben.

00:12:54: Die bleibt allerdings auch natürlich Ansonsten nicht aus, wenn man das mal zu Ende denkt.

00:13:01: Also ich sehe schon, es kann kompliziert werden.

00:13:03: In der Regel wird es aus der Sicht des Wohnungssuchenden, aber ja so sein, er tritt in die Konstellation ein, die vorherrscht, weil die Wohnungsnot das schon alleine vorgibt.

00:13:13: Der Vermieter sollte sich gut überlegen, wie weiter sich da reinhängen will und für welches Modell er sich letztlich entscheidet.

00:13:20: Das ist so.

00:13:21: Und ich glaube aus Sicht... des WG-Bewohners oder der WG-Bewohnerin braucht es ein grundsätzliches Vertrauen und einen gewissen Pragmatismus.

00:13:29: Also, am Beispiel der Wärmekostenabrechnung sei das mal beziffert anders als eine Teilung.

00:13:37: Anderes Modell kann es eigentlich gar nicht geben.

00:13:40: Selbst wenn eben Person A mehrheits als Person B alles andere funktioniert nicht.

00:13:47: Es sei denn, man hätte Einzelmesseinrichtungen, aber dann ist der Weg zur eigenen Wohnung ja schon quasi vorgezeichnet.

00:13:54: Das gibt es nicht.

00:13:54: Also es braucht einen gewissen Pragmatismus und es braucht eine Toleranz.

00:13:59: Sonst funktioniert das Modell nicht und auch da gilt, wie im Leben, wie man hineinschreit, so schreit es aus dem Wald heraus.

00:14:06: Das übt dann ja auch Toleranz üben.

00:14:09: Jetzt hattest du schon angedeutet eben, dass natürlich auch die Wohnung selber Voraussetzungen erfüllen muss.

00:14:13: Ich kann jetzt nicht jede x-beliebiges, schon gar kein Einraum-Apartment zur WG erklären.

00:14:19: Absolut und wir gehen jetzt ja auf die normalen WGs ein und nicht auf das, was man teilweise in den Medien hört, dass dann Schrottimmobilien genutzt werden, um viele Menschen unterzubringen.

00:14:32: Das ist ja kein Thema, was wir hier haben.

00:14:34: Das ist ein eigenes Thema, aber sicherlich nicht für unsere Zegruppe hier interessant, sondern, ja klar, ich habe eine Immobilie und möchte die vermieten und frage mich, als Vermieter ist die WG tauglich.

00:14:48: Erste Frage ist natürlich immer Lage, Lage, Lage.

00:14:50: Bin ich in der statt wo es eigentlich WG Nachfrage gibt und da stellen wir mal, dass das gegeben ist und schauen jetzt mal stärker auf die auf die Wohnung, dann brauche ich eben eine gewisse Mindestfläche pro Person.

00:15:02: Ich brauche eine gewisse Anzahl an Räumen, die man als Schlafraum nutzen kann und Schlafraum bedeutet dann in aller Regel auch.

00:15:13: Ich bin jetzt mal beim Modell Studierenden WG, dass ich nicht nur ein Bett reinstellen kann, sondern es muss auch ein Schrank rein, und es muss auch ein Schreibtisch reinpassen.

00:15:24: Das muss ich mir angucken.

00:15:25: Tageslicht spielt vermutlich eine Rolle für jedes Zimmer.

00:15:29: Tageslicht ist ja unabdingbar, absolut.

00:15:32: Und die Größe von der Desprache?

00:15:33: Gibt es da eine gesetzliche Mindestgröße?

00:15:36: Die gibt es, die würden wir noch mal in

00:15:39: unsere

00:15:40: Folgenbeschreibung reinbringen.

00:15:41: Die habe ich jetzt aktuell nicht im Kopf, aber die gibt es.

00:15:45: Mindestflächen?

00:15:47: Eignung der Wohnung, in sichlich eine Aufteilung mit diesem Fokus, wie viele Schlafräume mit integrierter Möglichkeit zu arbeiten oder wie ist die Wohnung geschnitten.

00:15:58: Dann Thema Brandschutz, Fluchtwege, darf keine Zimmer geben, die man so als gefangene Zimmer bezeichnet.

00:16:06: Also ich muss erstmal durch das Zimmer A gehen, um rauszukommen.

00:16:13: Das ist... Schwierig in aller Regel nicht geeignet und manchmal auch aus Brandschutzgründen und Fluchtwegsgründen nicht geeignet.

00:16:23: Und dann müssen natürlich die Gemeinschaftsräume, Küche, Bad, vielleicht Abstellräume das auch entsprechend hergeben.

00:16:31: Das muss der Vermieter natürlich vorher prüfen und auch, da verweise ich auch unseren Podcast zur Eigentümerversammlung und zur Wohneigentümergemeinschaft, er muss es auch mit der mit den Hauseigentümern klären, an den Wohneigentümern klären, inwieweit ist das möglich?

00:16:50: Und gibt die Hausordnung das her?

00:16:53: Muss das vielleicht angepasst werden?

00:16:55: Weil natürlich eine WG im Zeugsfall auch mehr Bewegung im Treppenhaus bedeutet, vielleicht auch mehr Lärm.

00:17:03: Also da muss man durchaus auch darauf achten, gibt die Hausordnung das her?

00:17:07: Hausordnung kann man ändern.

00:17:09: Eigentümerversorgung beschließt das mit entsprechender Mehrheiten.

00:17:13: Aber muss man vorher klären und auch das Thema Versicherungsschutz spielt an, oder?

00:17:17: Also Vermieter auf Pflicht, die eben abgecheckt werden muss, ob das eben auch für eine Wohngemeinschaft funktioniert.

00:17:27: Muss man schauen, da weiß der Versicherungsmarkler dann und die Versicherungsmarkler dann natürlich

00:17:32: rad.

00:17:33: Okay, das sind die Dinge, die der Vermieter vorher klären muss.

00:17:36: Welche Pflichten und Rechte haben denn jetzt die Mieter?

00:17:40: Naja, also das ist so.

00:17:42: Wie man als Mieter im Pflichten hat, das ist das wichtigste Modell, jetzt bin ich erstmal beim Hauptmieter, Haftung für die Gesamtmiete, der zahlt die Gesamtmiete, der oder die zahlt die Gesamtmiete.

00:17:55: Das Untermietrecht muss beachtet werden, es muss eben vorher abgestimmt werden, ob das geht, die Vermietererlaubnis eingeholt werden und dann die Regelung natürlich mit der Untermieterin oder dem Untermieter dann auch da ein entsprechenden Vertrag aufsetzen, wo die Regeln gesteuert werden.

00:18:15: Da ist dann das Recht sozusagen des einen die Pflicht des anderen.

00:18:20: Der Hauptmieter hat dann eben die Mieteinnahmen, die da vereinbart sind und der Untermieter dann die Verpflichtung diese zu zahlen.

00:18:28: Und es gilt natürlich wie immer die Regeln beachten, die mit Vertrag vereinbart sind.

00:18:34: Da gelten dann die ganz allgemeinen?

00:18:35: Da

00:18:36: gelten die ganz allgemeinen Regeln, da gelten auch die Hausordnung, auch das ist ein wichtiges Thema.

00:18:40: Jetzt hören wir uns mal die Studierenden, äh, WG vor in einem Mehrfamilienhaus, wo bislang nur ältere Leute wohnen.

00:18:48: Jetzt sind, ich mach jetzt mal so ein Bild, fünf, fünf Parteien in der WG, Party ohne Ende, Lernbelästigung, da wird die Hausordnung irgendwann mal zur Rate gezogen werden und idealerweise macht man das vielleicht vorher, um da eben keinen Streit.

00:19:04: zu provozieren.

00:19:06: Und bei einzelnen Mietverträgen ist es dann die individuelle Verantwortung, die Gemeinschaftsregeln, aber im Kern ist es immer eigentlich wie bei normalen Mietverträgen

00:19:18: auch.

00:19:21: Gibt es sonst was zu beachten beim Thema WG?

00:19:24: Du hast schon angesprochen.

00:19:25: WG Gas Casting, ich kann mich erinnern bei meiner Tochter, da waren das immer wahre Happenings.

00:19:31: Was gibt es sonst so für Dinge rund um das Thema WG.

00:19:35: Ja, da hat sich echt was entwickelt.

00:19:36: Da gibt es auch eigene Plattformen, wo ich eben WG Partnerinnen und Partner suchen und finden kann.

00:19:43: Das heißt, also die nachmietenden Suche, die wird, das wird häufig mal schlagen.

00:19:50: Weil warum?

00:19:51: Jetzt nehmen wir mal wieder die Hauptgruppe Studierenden WGs.

00:19:55: Den Studienort.

00:19:56: Wechsel, Wechsel vielleicht des Studienfaches, das ist schon häufig und das ist auch oft so Manchmal, dass jemand vielleicht auch nur eine WG für eine gewisse Zeit sucht, bis dann eine eigene Wohnung gefunden wird.

00:20:09: Oder man findet eine Partnerin und ein Partner und zieht mit dem dann zusammen.

00:20:14: Also da ist eine höhere Fluktuation als bei normalen Einzelmetern verträgt.

00:20:19: Das heißt, die Frage der Nachmietersuche ist wichtig und da ganz, ganz wichtig, die richtige Person zu finden.

00:20:26: Deswegen ist das Casting erst mal ungewohnt.

00:20:30: Vielleicht, wenn man das so... aus unserer Perspektive, wenn ich das mal so sagen darf, betrachtet.

00:20:36: Aber aus Sicht des Vaters, der eine studierende Tochter hat, kann ich das sehr gut nachvollziehen, dass man eben auch den Wunsch hat, dass das passt.

00:20:46: Und auch aus Sicht des WG-Mieters, des WG-Bewohners oder der WG-Bewohnerin ist das eben wichtig.

00:20:54: WG-Konflikte kannst du natürlich geben.

00:20:57: Mietminderung als eine Option.

00:21:01: die dann eben greifen kann, wichtig immer Konfliktprävention, klare Absprachen, klare Regeln sowohl innerhalb der WG als auch mit dem Vermieter.

00:21:10: Und dann die Frage natürlich kann nochmal was kaputt gehen, Schadensersatz.

00:21:15: Wer haftet, wie ist das, wie ist das geregelt?

00:21:18: Bleibt nicht aus wie im echten Leben auch, wie in normalen Vermietssituationen auch.

00:21:25: Wenn ich jetzt sage, wie in normalen Vermietssituationen, ist das vielleicht falsch, weil WG ist eigentlich auch eine ganz normale und gängige und übliche Vermietssituation, vor der wir überhaupt gar keine Angst machen wollen.

00:21:37: Es ist für viele Menschen auch eine sehr, sehr schöne Erfahrung mal in der WG zu leben.

00:21:43: Es ist für viele Vermieterinnen und Vermieter eine tolle Möglichkeit, eben auch Immobilien zu vermieten und auch einen guten Mietzins zu erzielen.

00:21:54: Meine, unsere Bitte ist, übertreibt es nicht.

00:21:57: Wir brauchen Studierende, die günstigen Wohnraum finden und man sollte es nicht übertreiben.

00:22:02: Aber das ist, glaube ich, schon eine gute Sache.

00:22:06: Also ich glaube und ich höre daraus, sowohl vom suchenden, wohnungssuchenden Mieter, der muss sich einlassen in einer gewissen Lebensphase, auf einen Soziallexperiment, aber auch der Vermieter muss.

00:22:20: Lust haben, den jungen Leuten die Chance einzuräumen.

00:22:23: Vielleicht sich bewusst leben, ins Haus zu holen.

00:22:26: Und das Schöne ist ja, das muss ja kein Dauerzustand sein.

00:22:29: Wenn er jetzt feststellt, das passt jetzt hier zum Rest des Hauses gar nicht, dann kann ich das ja auch jederzeit unter Erwahrung der... der Fristen natürlich auch wieder in der normale Wohnung umwandeln.

00:22:41: Ich glaube, das ist ein schönes rundum Fazit zum Thema WGs.

00:22:46: Weitere Infos wie immer im Umfeld unserer Folgenbeschreibung und ich sage danke, Martin Englert, für die Expertise wie immer und sage bis zum nächsten Mal, euer Christian Schröder.

00:23:00: Tschüss und bis zum nächsten Mal.

00:23:02: Freue mich drauf.

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